Laufende Projekte

„Initiative Kompetenzzentren Selbstbestimmt Leben“

Ziel ist die wissenschaftliche Begleitung des Aufbaus von sechs Kompetenzzentren Selbstbestimmt Leben (KSL) in NRW. Die formative, partizipative Evaluation überprüft den Aufbau und die Wirksamkeit der Arbeit der KSL. Die Ergebnisse der Evaluation sind Grundlage für ein Praxishandbuch über den Aufbau, mit ihm verbundene Herausforderungen und Lösungsstrategien. Außerdem wird ein Wissens-, Dialog- und Transferzentrum sowohl der Koordinierungsstelle als auch den KSL und ihren Nutzer*innen wissenschaftliche Expertise bereitstellen.

Laufzeit: zweimal 2 Jahre
Projektbeginn: 15.11.2016
Gefördert durch den Europäischen Sozialfond und durch das Land NRW
Ansprechperson: Prof. Dr. Theresia Degener (degener@evh-bochum.de)

 

„Schwerbehindertenvertretungen: Allianzpartner in Netzwerken. Faktoren für gelingende Kooperationen zum Erhalt der Beschäftigungsfähigkeit“

Ansprechperson: Prof. Dr. Mathilde Niehaus (Mathilde.Niehaus@uni-koeln.de)

 

„Die Geschwisterbeziehung aus der Perspektive von hörenden Kindern und Jugendlichen mit einem schwerhörigen bzw. gehörlosen Geschwister“

Ansprechperson: Gudrun Kellermann (gudrun.kellermann@tu-dortmund.de)

 

„Leitlinien zur Forschungsethik (Entwurf)“

Von den Kooperationspartnern des zukünftigen internationalen Forschungsnetzwerkes wurde im Jahr 2016 ein erster (englisch-sprachiger) Entwurf zu einem sogenannten "Research Protocol" erstellt, das die Grundzüge einer menschenrechtsbasierten und partizipativen Forschungsethik im Licht der UN-Behindertenrechtskonvention umreißen soll. Bislang enthält der Entwurfstext zwei Teile: einen ersten Teil zum Forschungsdesign und einen zweiten Teil zu ethischen Fragestellungen. Im ersten Teil wird zum Beispiel festgeschrieben, dass der Anstoß und die Begleitung der Forschung durch Disabled Persons´ Organziations (DPOs) erfolgen soll und die Ergebnisse des UN-Ausschusses für die Rechte von Menschen mit Behinderungen beachtet werden müssen. Ziel der Forschung sei es auch, nach Verletzung der Vorgaben der UN-BRK soziale Veränderungen herbeizuführen. In Teil zwei wird skizziert, dass die Ethik-Standards der mitwirkenden Forschungseinrichtungen in barrierefrei zugänglichen Formaten veröffentlicht sein müssen. Jegliche Forschung muss außerdem auf Basis der freiwilligen Zustimmung ("informed consent") der Teilnehmenden erfolgen und die Datensammlung muss sich nach den Vorgaben von Artikel 31 der UN-BRK richten. (Der Text der Leitlinien soll bei weiteren Treffen ergänzt werden.)

Ansprechperson: Prof. Dr. Theresia Degener (degener@evh-bochum.de)

 

„Austausch auf internationaler Ebene“

Nicht zuletzt aufgrund Prof. Dr. Theresia Degeners Arbeit als stellvertretende Vorsitzende des UN Ausschusses für die Rechte von Menschen mit Behinderungen ist die internationale Ausrichtung und Vernetzung ein wichtiges Anliegen des Bochumer AKTIF-Standorts. Es bestehen enge Kooperationsstrukturen mit unterschiedlichen Forschungspartnern innerhalb und außerhalb Europas, die in Zukunft noch weiter ausgebaut werden sollen. So sind Prof. Dr. Theresia Degener und Jana Offergeld (AKTIF Mitarbeiterin) derzeit im Projekt „Voices of Individuals: Collectively Exploring Self-Determination“ (VOICES) der National University of Ireland in Galway involviert. Ausgehend von den Lebensgeschichten von Menschen mit Behinderungen aus verschiedenen Ländern, deren rechtliche Handlungsfähigkeit auf Basis ihrer Beeinträchtigungen eingeschränkt wurde, werden in diesem partizipativen Forschungsvorhaben Empfehlungen für rechtliche und strukturelle Reformen formuliert (https://ercvoices.com/). Im Januar 2016 veranstaltete die EvH RWL in Kooperation mit der University of Melbourne in Bochum den Fachtag „Rights based research and the CRPD“, für die unter anderem die UN Sonderberichterstatterin Catalina Devandas Aguilar als Referentin gewonnen werden konnte. Die Veranstaltung konnte auch dazu genutzt werden, gemeinsam mit den internationalen Partnern Ideen für zukünftige Kooperationsmöglichkeiten zu entwickeln.

Ansprechperson: Prof. Dr. Theresia Degener (degener@evh-bochum.de)

 

Evaluation des Mentorenprogramms in der Epilepsie Selbsthilfe

Ziel des Projekts ist die Evaluation eines geplanten Mentoren-Programms des Landesverbandes für Epilepsie-Selbsthilfe in NRW. Im Rahmen dieses geplanten Mentoren-Programms sollen Selbsthilfegruppenleiter/innen durch Anleitung von Mentoren (3-5 Expert/innen) ihre Fähigkeiten und Qualifikationen bezüglich der formalen Arbeit als Selbsthilfegruppenleiter und der Beratung von Selbsthilfegruppenmitgliedern erlangen bzw. verbessern (Organisation der Arbeit als Selbsthilfegruppenleiter/innen, Rekrutierung neuer Mitglieder, Beratungskompetenzen). Das Projekt wird durch den Verband der Krankenkassen finanziell gefördert. Zu diesem Zweck werden insgesamt drei Befragungen durchgeführt. Zum ersten Messzeitpunkt, vor der Schulung, werden aktuelle Fähigkeiten und Kompetenzen bezüglich der Ziele des Programmes sowie die die Erwartungen der TeilnehmerInnen abgefragt. Zum zweiten Messzeitpunkt, direkt nach der Schulung, werden erneut Fähigkeiten und Kompetenzen sowie die Zufriedenheit der TeilnehmerInnen mit dem Programm erfasst. Ungefähr drei Monate nach der Schulung werden erneut die Fähigkeiten und Kompetenzen abgefragt.

Laufzeit: 01.12.2016 bis 01.12.2017
Projektbeginn: 01.12.2016 (Gefördert durch den Verband der Krankenkassen)

(wolfgang.thiems@uni-koeln.de)